Stellen Sie sich vor, Sie halten eine versteinerte Muschel in der Hand, die schon vor Millionen von Jahren auf dem Grund eines Urmeeres existiert hat – ein Blick in die Vergangenheit unserer Erde. Fossilien zu sammeln ist ein spannendes Hobby für Menschen jeden Alters. Es verbindet Natur, Abenteuerlust und Wissenschaft. Ob beim Urlaub am Meer oder bei einem Ausflug in den Steinbruch: Fossilien lassen sich leichter finden, als Sie vielleicht dachten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Fossilien eigentlich sind, wo und wie Sie sie finden können und wie Sie diese kleinen Zeitzeugen richtig bestimmen und aufbewahren. Lesen Sie zudem, wie die Handlupe mobilux® LED Sie beim Fossilien sammeln unterstützt.
Was sind Fossilien?
Fossilien sind versteinerte Überreste oder Spuren von Pflanzen und Tieren aus längst vergangenen Erdzeitaltern. Sie erzählen Geschichten vom Leben auf unserem Planeten, lange bevor es Menschen gab. Am häufigsten finden sich Schalen, Knochen, Zähne, versteinerte Hölzer oder Abdrücke von Pflanzen. Diese Fossilien wurden durch natürliche Prozesse wie Druck, Sedimentablagerungen und Mineralisierung über Jahrmillionen erhalten. Dabei ist jeder Fund einzigartig und ein Fenster in eine Zeit, die wir nur aus Büchern und Filmen kennen.
Wo kann man Fossilien sammeln?
Deutschland ist reich an Fossilien und bietet viele spannende Orte, an denen das Sammeln legal möglich ist. Besonders lohnenswert sind Regionen mit freiliegendem Sedimentgestein. Das sind Gesteinsschichten, die sich in früheren Meeren, Seen oder Flüssen abgelagert haben.
Ein berühmter Fundort ist Solnhofen in Bayern, bekannt für seine feinkörnigen Plattenkalke, in denen sich fossile Fische, Pflanzen und sogar Flugsaurier erhalten haben. Im dortigen Hobby-Steinbruch haben Sie die Möglichkeit, selbstständig auf Fossiliensuche zu gehen. Auch die Schwäbische Alb bietet viele Klopfplätze, in denen man Fossilien suchen und finden kann. Beispielsweise am Urweltsteinbruch Holzmaden oder dem Fossilienmuseum Dotternhausen: Dort finden sich Fossilien von Ammoniten, Fischen und anderen Lebewesen, die einst das Jurameer bewohnten. Wer in Norddeutschland unterwegs ist, kann der Kreideküste auf Rügen einen Besuch abstatten. An der Steilküste entlang der Kreidefelsen findet man oft Fossilien im Geröll am Strand. Weitere bekannte Sammelstellen sind die Fränkische Alb, etwa in der Umgebung von Eichstätt, oder Tongruben in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Welche Ausrüstung braucht man auf der Suche nach Fossilien?
Für Ihre eigene Entdeckungstour sollten Sie gut ausgerüstet sein. Eine einfache Grundausstattung reicht für den Anfang völlig aus und lässt sich leicht zusammenstellen:
- Geologischer Hammer zum vorsichtigen Aufschlagen von Gestein
- Meißel in verschiedenen Größen zum Freilegen der Funde
- Schutzbrille zum Schutz vor Steinsplittern
- Feste Handschuhe zum sicheren Arbeiten
- Rucksack oder stabile Tasche für Werkzeug und Fundstücke
- Kleine Dosen, Tüten oder Kartons zur sicheren Aufbewahrung von Fossilien
- Notizbuch oder Fundprotokoll zur Dokumentation von Fundort und Funddatum
- Handlupe zur ersten Begutachtung vor Ort, am besten mit integrierter Beleuchtung
- Wetterfeste Kleidung und feste Schuhe für den oft unebenen Untergrund
Wer häufiger unterwegs ist, kann seine Ausrüstung schrittweise erweitern. Zum Beispiel um einen kleinen Pinsel zum Freilegen von Details.
Fossilien richtig bestimmen und aufbewahren
Ein gefundener Stein mit einer Muschelstruktur oder ein schimmernder Abdruck im Gestein: Was genau habe ich da gefunden? Das Bestimmen von Fossilien kann zunächst herausfordernd sein. Bestimmungsbücher, Online-Datenbanken oder der Austausch mit anderen Sammlerinnen und Sammlern in Foren oder Vereinen helfen dabei, die Herkunft und das Alter eines Fundes besser einzuordnen. Zur Aufbewahrung sollten Fossilien trocken, lichtgeschützt und möglichst staubfrei gelagert werden. Kleine Funde lassen sich gut in beschrifteten Dosen oder Kästchen unterbringen.
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Titelfoto: iStock.com/Rafael_Wiedenmeier