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Was unterscheidet UVA- und UVB-Strahlen?

Die Sonne ist zugleich Lebensquelle und Gesundheitsrisiko. Wer sich im Freien aufhält, ist ständig unsichtbarer UV-Strahlung ausgesetzt. Daher ist es ratsam, den Unterschied zwischen den verschiedenen UV-Strahlungsarten zu kennen, um sich gezielter zu schützen. Ein bewusster Umgang mit Sonne und ein zuverlässiger Sonnenschutz sind unverzichtbar.

Das UV-Spektrum

Sonnenlicht ist mehr als das, was wir sehen. Licht besteht aus Wellen, und je kürzer diese Wellen sind, desto energiereicher und unsichtbarer werden sie. Das menschliche Auge nimmt Wellenlängen zwischen etwa 380 und 780 Nanometer wahr, also alles von Violett bis Rot. Darunter beginnt der ultraviolette Bereich, den wir nicht mehr sehen, der aber trotzdem auf Haut und Augen einwirkt. Er unterteilt sich in drei Gruppen:

  • UVA (320–400 nm): nah am sichtbaren Licht, weniger energiereich
  • UVB (280–320 nm): weiter entfernt vom sichtbaren Bereich, energiereicher
  • UVC (100–280 nm): am energiereichsten, wird aber vollständig von der Atmosphäre abgefangen und erreicht uns nie

Für uns relevant sind daher nur UVA und UVB.

Die Schulter und Hände einer Frau, die Sonnencreme in ihre Hand sprüht. Im Hintergrund sind ein Strand und das Meer zu sehen.

UVB-Strahlung - der Auslöser für Sonnenbrand

UVB- Strahlung ist kurzwelliger und energiereicher als UVA- Strahlung, macht aber nur etwa 5-10% der Gesamtstrahlung aus. Ihre Intensität schwankt stark nach Tageszeit, Jahreszeit und Breitengrad. Besonders hoch ist sie zwischen 10 und 16 Uhr, im Hochsommer sowie in großen Höhen. An der Haut verursacht UVB-Strahllung den klassischen Sonnenbrand und gilt als Hauptverursacher der meisten Formen von Hautkrebs. Am Auge greift sie vor allem die vorderen Strukturen an: Hornhaut und Bindehaut.

Warum Sonnenschutz für die Augen so wichtig ist

Die Augen können sich gegen UV-Strahlung kaum wehren: Sie besitzen keine schützende Hornschicht und können sich nach Schäden kaum regenerieren. Gleichzeitig bündelt die Augenlinse einfallendes Licht und damit auch UV-Strahlung direkt auf die empfindliche Netzhaut. Sind unsere Augen dauerhafter UV-Strahlung ausgesetzt, kann dies im Laufe des Lebens zu einer erheblichen Belastung der Augen führen. Auch Alltagssituationen wie Autofahrten und Spaziergänge leisten hier ihren Beitrag. Wirksamer Schutz muss deshalb UVA, UVB und idealerweise auch kurzwelliges blaues Licht blockieren, das im angrenzenden sichtbaren Spektrum ebenfalls Stress in der Netzhaut erzeugen kann.

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